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53Kapitel 2 Zusammenleben: Dem anderen begegnen Beurteile, ob Anna Recht hat, dass Fremde ausgegrenzt werden. Versetze dich in die Lage der Kinder. Schildere ihre Empfindungen. Erkläre die Begriffe: „Flüchtling“, „fremd“, „andersartig“. Denke dir eine Geschichte aus, in der ein Kind in der Fremde leben muss. Schreibe sie auf. Lehrerin: Erkläre, warum fremde Menschen nach Österreich kommen. Anna: Ja, weil Krieg ist und – weil sie dort wahrscheinlich keine Arbeit finden und wenig Geld verdienen, und es wenig Wasser gibt. Lehrerin: Und was glaubst du, wie geht es ihnen bei uns? Anna: Nicht so gut. Lehrerin: Begründe deine Meinung. Anna: Ja, sie werden eben ausgeschlossen. Lehrerin: Wer stimmt Anna zu? Wer hat andere Erfahrungen? Abdul: Als ich nach Graz gekommen bin, war ich ganz fremd. Die Kinder haben nicht mit mir gespielt und keiner hat mit mir gesprochen. Es war nicht leicht, weil mich immer alle ausgelacht haben. Ich bin fremd und ich bin auch vielen Fremden begegnet. Mariella: Früher bekam ich immer ein komisches Gefühl, wenn ich Fremde sah. Wie einmal, da bin ich mit meinem Hund gegangen. Dort auf der Wiese ist mir ein Mädchen begegnet. Ich habe schon wieder ein komisches Gefühl bekommen. Das Mädchen sprach eine andere Sprache. Ich war schüchtern und sagte „Hallo!“, das Mädchen verstand und sagte auch „Hallo!“. Dann hatte ich keine Angst mehr. Nun sind wir Freunde geworden. In Österreich philosophieren Kinder der dritten Klasse über das Fremde. Nu r z u Pr üf zw ec ke n E g nt um d es C .C . B uc hn er V er la gs | |
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