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55Kapitel 2 Zusammenleben: Dem anderen begegnen Was haben Sie über Obdachlose gedacht, als Sie noch nicht obdachlos waren? Achim (46 Jahre): „Die armen Schweine!“ Torsten (44 Jahre): „Dass viele in einer besseren Situation leben könnten, wenn sie sich mehr anstrengen würden.“ Sven (19 Jahre): „Was für ein Penner!“ Es gibt doch auch Obdachlosenheime, warum schlafen Sie nicht da? Torsten (44 Jahre): „Weil es dort zu laut ist oder man frühmorgens sofort wieder ausziehen muss.“ Detlef (50 Jahre): „Dort gibt es zu viel Alkohol, Dreck, Diebstahl und Streit.“ Wovor haben Sie Angst? Dirk (28 Jahre): „Vor dem nächsten Tag, ob alles klappt mit dem Geld und wie das Wetter wird!“ Achim (46 Jahre): „Ich habe manchmal Angst, dass Hinz&Kunzt zumacht oder dass Leute uns Verkäufer beleidigen.“ Wie können Sie wieder ein Zuhause finden? Sven (19 Jahre): „ Ich muss Arbeit finden und von Drogen und Alkohol wegkommen.“ Georg (35 Jahre): „Ich bräuchte eine Freundin, um die Wärme im Herzen wiederzufinden und um Halt zu haben. Dann würde ich mich anstrengen, um ihr etwas zu bieten.“ Fred (44 Jahre): „Gar nicht, ich will keins.“ Allein in Hamburg sind 4200 Menschen wohnungslos und weitere 1200 obdachlos. Sie haben keine Arbeit, sind oft allein und wissen nicht, wie es weitergehen soll. In anderen Städten ist es genauso. Hinz&Kunzt ist ein soziales Projekt, das sich seit vielen Jahren um die Obdachlosen kümmert. Hamburger Grundschüler der 4. Klasse befragen Verkäufer, die obdachlos sind und das Magazin Hinz&Kunzt auf der Straße verkaufen. Gliedere den Text nach den Themen, die hinter den Fragen der Kinder an die Obdachlosen stehen. Formuliere dann eigene Fragen. Beurteile, ob auch ein Obdachloser G Respekt verdient. Nu r z u Pr üf zw ec ke n Ei ge nt um d es C .C . B uc hn er V er la gs | |
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